Touren auf der Trave - Tipps von Kanu & Natur


Herrenmühle - Bad Oldesloe        

Von der Herrenmühle zwischen Schwissel und Klein Gladebrügge bis Bad Oldesloe-Stadtmitte ist die Trave zwar breiter, aber besonders nach der Umtragestelle in der Nähe der Zettlermühle schwieriger zu bewältigen. (Starke Strömung mit Kurven und Steinen, zeitweise auch ein umgestürzter Baum im Wasser, nichts für Anfänger als Steuerleute) Diese Strecke beträgt 16,4 km, bzw. ca. 3 Std. reine Paddelzeit. 

DKV-KM
 
 
18,9 

Herrenmühle
ca. 100 m zügige Strömung auf gerader Strecke, nur bei gutem Wasserstand keine Steinberührung !
bis zur Umtragestelle an der Zettler Mühle aus Naturschutzgründen bitte möglichst nicht aussteigen
 

24,5 

Nach einer Strecke im Auwald stehen ab 100 m vor dem verfallenen, nicht befahrbaren Wehr rechts am Ufer Warnschilder und ein Schild Landschaftsschutzgebiet auf der rechten Seite. Hier ist die erste Umtragemöglichkeit. Diese Umtragestelle ist deutlich länger, führt jedoch zu einem schönen Pausenplatz, der Matsch an der Ausstiegsstelle ist weniger und das nächste Wehr nicht gefährlich nah.
Paddelt man ca. 80 m geradeaus weiter (an dem Abzweig mit dem verfallenen Wehr auf der rechten Seite vorbei), so ist gleich nach einer Rechtskurve ca. 10 m vor einem nicht befahrbaren verfallenen Wehr rechts die Ausstiegsstelle (siehe Foto links, durch anklicken wird es größer). Hier ist das Ufer und die Trave sehr matschig, die Umtragestrecke aber nur ca. 10 m. und für kleinere Gruppen eine geeignete Pausenstelle.
Wegen der starken Strömung vor dem Wehr frühzeitig rechts halten! Gruppen sollten zur Sicherheit ab dem Schild Landschaftsschutzgebiet mit großen Abständen zwischen den einzelnen Booten fahren.
 

  Blick vom Einstieg nach Umtrgen an der ZettlermühleDie nächsten 250 m herrscht starke Strömung mit Kurven, auch bei gutem Wasserstand etwas Steinberührung. Nach dem Einstieg nicht zu weit rechts fahren, da die Strömung dann das Kanu gegen das Ufer drückt. Besonders heimtückisch auf dieser Strecke mit starker Strömung sind in die Trave gefallene Bäume. Meistens lassen sie ein schmales Schlupfloch, das man dann treffen muß. oder die Kenterung ist fast sicher. Unter der Fußgängerbrücke rechts halten, da am linken Ufer unter der Wasseroberfläche ein Metallkasten eingebaut ist.
   
25,4 

Treppenwehr mit einem Eisenbolzen in der Mitte. Der Ausstieg rechts ist in einem gutem Zustand. Da der Weg zum Umtragen sich in keinem gutem Zustand befindet, empfiehlt sich das Treideln. Dazu ist der Weg brauchbar.
Wer das Wehr allerdings fahren will, muß sich vorher von Land aus das Wehr ansehen. Es dürfen keine Hindernisse im unteren Teil des Wehres liegen ! Nach meinen Erfahrungen ist ein hindernisfreies Wehr bei gutem Wasserstand rechts von der Mitte für geübte Paddler befahrbar. Die geübten Paddler müssen im rechten Winkel zur Wehrkante mit etwas Schwung über das Wehr fahren, sonst besteht Kenter und Verletzungsgefahr !

   
31,4   Vor der Straßenbrücke Nütschau links gute Möglichkeit zu pausieren. Der Zugang zu dieser aus der Sicht der Gemeinde Travenbrück zu beliebten Ein- und Ausstiegsstelle ist seit August 2004 erschwert: Ein Tor versperrt die Zufahrt. Hintergrund für diese Maßnahme ist das Zuparken des Fußweges und zuviel Müll an der Ein- und Ausstiegsstelle.
Da in Bad Oldesloe am Exer  mit großer Parkfläche (Samstag und Sonntag kostenlos) ein öffentlicher Steg seit 2003 existiert, kann diese Ein- und Ausstiegsstelle gut statt Nütschau benutzt werden.
   
35,3  

Bei der Flußgabelung in Bad Oldesloe rechts in den Stadtarm fahren. Achtung ! Nicht zu nah an die Sohlgleite fahren, sie ist nicht befahrbar !  Ein öffentlicher Steg kommt nach den beiden Fußgängerbrücken auf der rechten Seite. Parkmöglichkeiten unter den Bäumen und auf der großen Freifläche "Exer" gegenüber dem Hallenbad und der Jugendherberge. Zufahrt über die Straße am Bürgerpark.

 


Von Bad Oldesloe nach Nütschau – oder weiter – und zurück

Die ideale Paddelstrecke für Anfänger und Fortgeschrittene, die zum Ausgangspunkt zurückkehren wollen, wie z.B. eine Schulklasse. Nach starken Regenfällen oder bei Hochwasser leider nicht mehr für Anfänger geeignet.

Die "Donnerbrücke" bei Nütschau im WinterPaddelzeit ohne Pausen: ca 1,0 Std. hin (gegen geringe Strömung), zurück ca. 45 Min. (2 x 4,0 km). Einsatz von Canadiern mit 2, 3 oder 4 Erwachsenen möglich.
Besonders für Gruppen geeignet, bei denen einige Teilnehmer wandern oder Fahrrad fahren möchten. Treffpunkt ist dann die Brücke über die Trave bei Nütschau.

Der Ausgangspunkt der Paddeltour ist auch vom Bahnhof in 10 - 15 Minuten zu Fuß durch die Innenstadt von Bad Oldesloe zu erreichen. Am Steg des Stadtarms der Trave ist bei Bedarf eine Einweisung in das Paddeln möglich.

Nach wenigen Minuten läßt man den Straßenlärm hinter sich und paddelt durch das ruhige und idyllisch gelegene Travetal aufwärts. Wiesen und kleine Wälder wechseln sich ab und zur Linken sieht man auf der Anhöhe ab und zu ein Haus stehen. (Jugendherberge, Hallenbad, Krankenhaus)  Dann führt die Tour an Kleingärten und dem Bootsverein Obertrave vorbei bis sich das Tal weitet und links das Naturschutzgebiet Brennermoor mit seinen salzhaltigen Quellen und seiner seltenen Salzbodenflora beginnt. Das Naturschutzgebiet Brennermoor endet an der grünen Brücke (für Fußgänger und Radfahrer). Jetzt führt die Strecke durch eine Wald- und Wiesenlandschaft bis zur "Donnerbrücke" bei Nütschau. Links vor der "Donnerbrücke" wurde um 830 auf dem Höhenzug die "Nütschauer Schanze", eine germanische Grenzbefestigung angelegt. Die andere Traveseite war damals von Slawen besiedelt. Heute sind im Wald keine Spuren der Schanze zu sehen.

Um das Jahr 830 wurde an der Trave eine Wallanlage errichtet und gesichert: die Nütschauer Schanze. Sie war Teil einer karolingischen Befestigungsanlage, die von der Elbe in nördlicher Richtung bis etwa Kiel durchgeführt war. Dieser "Limes Saxoniae" (Sachsenwall) trennte den westlichen, sächsischen Teil vom slawischen Ostteil des Landes, zudem bildete er den einzigen Traveübergang.

Die Pausenstelle liegt gleich nach der Brücke auf der rechten Seite im Wald. Über die Brücke führt die Straße Schlamersdorf/Nütschau, sodass die Picknickkörbe auch mit dem Auto gebracht werden können. Nach der Rückfahrt kann die Tour in einem Oldesloer Restaurent/ Gaststätte/ Eissalon abgerundet werden.

Es besteht auch die Möglichkeit die Tour um 2 x 6 km bis zu dem Treppenwehr vor der Zettler Mühle auszudehnen. (Zusätzlich hin und zurück ca. 3 Std. Paddelzeit ohne Pausen) Die hier überwiegende Wiesenlandschaft steigt sanft zu beiden Traveseiten an und läßt den Blick weit schweifen. Häuser und Straßen - sind nicht zu entdecken.

In Bad Oldesloe

ist die Strecke von der Innenstadt (Steg am Exer) bis zum Wehr am Ortsausgang etwas mühselig. Es muß am Ende des Stadtarmes durch die Innenstadt umgetragen werden, am Besten schiebt man seine Ausrüstung auf einem Kanuwagen. Der Ausstieg (an dem Mühlrad) ist durch einen vergrößerten Steg jetzt gut nutzbar. Der Einstieg an der Bestemündung ist durch einen Steg verbessert worden. Alternativ ist man verleitet, den kurzen Wirtschaftsweg an der Sohlgleite zum Umtragen zu nutzen. Aber das soll nach Aussage der Stadtverwaltung nicht sein (deshalb der Zaun), da der Hang am Weg als sogenannte Ausgleichsfläche für die Natur ausgewiesen wurde !?  Davon abgesehen gucken bereits bei normalem Wasserstand nach der Sohlgleite vereinzelte Steine aus dem Wasser.

Neu ist die Einsatzstelle mit einem großen Steg am Ende des Parkplatzes vom Finanzamt. Für geübte Paddler kann die Tour Richtung Lübeck hier beginnen und das lebensgefährliche Wehr am Ortsausgang Bad Oldesloe umtragen werden. Nachdem die Eisenbahnbrücke nach Bad Segeberg unterquert ist, sollte man am linken Ufer nach Warnschildern und einem großen, neu gebauten Steg Ausschau halten. Hier aussteigen! Nicht weiterpaddeln, da Lebensgefahr! Bei Gruppen müssen die Boote traveaufwärts vor dem Steg warten bis sie anlanden können.

Ein Tourenbeginn direkt nach dem Wehr ist problematisch, da die Zugangsstraße nur für Anlieger zugelassen ist. An der Lübecker Straße (=B75) gibt es außerdem nur wenige Parkplätze und die Ausrüstung muß an oder über die unübersichtliche und oft stark befahrene Bundesstraße getragen werden.

Besonders für Paddler mit wenig Erfahrung empfiehlt es sich die Strecke von

Bad Oldesloe-Sehmsdorf bis Hamberge

Die Trave von Bad Oldesloe-Sehmsdorf bis Hamberge (= 15 km, bzw. ca. 3 Std. reine Paddelzeit) oder Wesenberg (= ca. 12 km, bzw. ca. 2,5 Std. reine Paddelzeit) ist für Anfänger und große Gruppen gut geeignet.

Die Einsatzstelle befindet sich an der Fußgängerbrücke über die Trave auf der Sehmsdorf gegenüber liegenden Traveseite. Hier können die ersten Erfahrungen im Kanuwandern gesammelt werden. Wer das Steuerns eines Canadiers erlernen will, sollte erfahrene Begleitung haben oder als Mieter von Kanu & Natur die kostenlose Einweisung nutzen.

Die Trave fließt auf dieser Strecke durch eine hügelige Landschaft an einigen auf der Anhöhe liegenden Orten vorbei und wird von einigen Straßenbrücken überquert, sodaß bei Bedarf der Zugang mit dem Auto zur Trave möglich ist. Zur Imbißpause kann man sich ein Plätzchen am Uferstreifen aussuchen oder die z.Zt. im Bau befindliche Pausenstelle in der Mündung der Heilsau in Nähe der Gaststätte Kalkgraben/ Reinfeld nutzen. (Das untere Foto zeigt den Baufortschritt am 13.08.2004)

In Barnitz bietet die Saalvermietung Uwe Kollschegg direkt an der Trave die Möglichkeit, einen Saal von 200 m² mit Bühne für ca. 120 Personen zu mieten oder den Grillplatz mit sanitären Anlagen. (Tel. 0170 - 5252567 oder 04533 - 1413)

In Hamberge kann man die Kanutour an der Brücke nach Reeke beenden und anschließend die Gaststätte Traveblick aufsuchen.
Einen Kilometer weiter gibt es an der Trave die Möglichkeit, sich im Landhaus Hamberge (Tel. 0451 - 8997110) mit Grilltellern der unterschiedlichsten Preisklassen auf der Terrasse verwöhnen zu lassen. Nach Absprache kann bei schlechterem Wetter in einen Innenraum ausgewichen werden.
Bei Oymann's Hotel (von der Trave her siehe Bild unten, Tel. 0451 - 290240) besteht auch die Möglichkeit eines der beiden im Untergeschoss gelegenen Einzelzimmer für ca. 10 Personen zu mieten (wegen der sanitären Ausstattung) und davor zu zelten.
Oymanns Hotel auf der Anhöhe

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